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Brigitte Scholz

Am Lindenberg 27, 35463 Fernwald, Tel.: 0 64 04/2 08 98 87

Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie woanders zu suchen.

Francois de la Rochefoucauld

Sommersonnenwende/Litha

Einen fröhlichen Mittsommer euch allen!


Zur Sommersonnenwende steht die Sonne auf dem Zenit ihrer Feuerkraft. Es ist die Zeit des Wachstums und der Reife. Am 21. Juni ist die eigentliche Sommersonnenwende, d. h. es ist der längste Tag im Jahr und die kürzeste Nacht. Jetzt hat die Erde den Zenit ihrer Reise um die Sonne erreicht. Nach dieser Nacht beginnt der Weg vom Licht in die Schattenzeit, d. h. von heute an werden die Tage wieder kürzer.


Die Nacht der Sommersonnenwende wird mit der Sonnwendfeier begangen, die meistens mit dem Abbrennen eines Feuers verbunden ist. Dieser Brauch wurde, wie alle wichtigen Feste der vorpatriarchalen Zeit, auch in die christliche Tradition aufgenommen, natürlich abgewandelt, um die ursprüngliche Herkunft zu verschleiern. Aus der alten Feuer - Magie wurden die Johannisfeuer. Im Ablauf der Feierlichkeiten sind noch deutliche Anklänge an vorchristliche Riten anlässlich der Sonnenwende zu verzeichnen. So sind beispielsweise das Sonnwendfeuer, das Überspringen des Feuers, das Rollen brennender Räder von Hügeln oder das Anzünden vieler Feuer auf den Feldern alte Fruchtbarkeits- und Reinigungsriten.


Der kosmische Wechsel der Sonne auf ihrem hitzigsten Punkt in die Kühle des Wasserzeichens Krebs entspricht einer notwendigen Grenzsetzung. Diese Wende macht den Genuss des Sommers erst möglich, sie ist wie ein Innehalten inmitten der größtmöglichen Schönheit und Ausdehnung. Mit diesem Jahreskreisfest verändert sich das ungeduldige Drängen des Frühsommers in zufriedene Sattheit. Die Pflanzen wuchern nicht mehr in die Höhe und Breite, sondern verwandeln die Fülle ihrer Energie in Früchte und andere genussvolle Gaben.


Die Natur zeigt sich in voller Pracht und Fülle. Pflanzen tragen Blüten und Früchte, die aus ihren Samen entstanden sind. Alles wächst und gedeiht .Viele Pflanzen entwickeln zur Zeit um die Sommersonnenwende ihre höchste Heilkraft. Wir genießen die Fülle der Natur und die damit verbundene Unbeschwertheit. Wir feiern die Kraft der Sonne, die alles Leben wachsen und gedeihen lässt, uns wärmt und unser Innerstes frei und sorglos macht. Es ist die Zeit der Fülle und der Entfaltung und wir feiern den Reichtum und die Schönheit der Natur und in uns. Das Fest der Sommersonnenwende steht im Jahreskreis im Süden. Der Süden steht für die Mittagszeit, für die Lebensmitte, für das Element Feuer und für die Themen der Mütterlichkeit und der großen Liebe.


Gefühlsmäßig beginnt für uns zu dieser Zeit erst der Sommer. Die Tage sind heiß und wir genießen die Wärme und die Kraft der Sonne. Sie stärkt uns mit ihrer Energie und ihrer lebensspendenden Kraft. Gleichzeitig wird aber spürbar, dass die Sonne auch zerstörerische Kraft in sich trägt. Sie kann die Erde austrocknen, verbrennen und verdorren. Genau an diesem Punkt wird es wichtig den Gegenpol zu ehren: das Wasser und die kühlende Nacht. Sommersonnenwende bedeutet auch, dass ab diesem Zeitpunkt die Tage wieder kürzer und die Nächte wieder länger werden. Am scheinbaren Höhepunkt ist die Wende bereits vollzogen.


Zur Sommersonnenwende findet astrologisch gesehen der Wechsel vom Sternzeichen Zwilling in das Sternzeichen Krebs statt. Beim Zwilling handelt es sich um ein Luftzeichen, bei dem es vor allem um Leichtigkeit im Leben geht, aber auch um Kommunikation, Kontakt und Austausch mit anderen. Zum Zwilling gehört ebenso große Neugierde und ständiges Streben nach Veränderungen und Neuerungen. Im Sternzeichen Krebs tritt dagegen die Innenschau des Menschen in den Vordergrund. Es geht ums Gefühl und die Intuition. Wir entwickeln unsere empfindsame Seite und plötzlich steht das seelische Erleben und Verarbeiten im Mittelpunkt. Der mütterlich nährende Aspekt bekommt Bedeutung. Es wird zur Aufgabe eines jeden Menschen, darauf zu achten, wie sehr er sich selbst bemuttert und nährt – wie gut er sich um sein inneres Kind kümmert. Zur Zeit der größten Hitze übernimmt also das Wasserzeichen Krebs mit seinen stark ausgeprägten Mondkräften die Führung.


Zur Sommersonnenwende erreicht auch die weibliche Kraft der Göttin ihren Höhepunkt. Sie ist jetzt die reife Frau und wird zur fruchtbarkeitsspendenden Ernährerin und Mutter. Die Sommergöttinnen stellen den Archetyp der partnerschaftlichen und mütterlichen Göttin dar. Die Verliebte verwandelt sich in die Liebende. Es kommt zur Heiligen Hochzeit mit ihrem Gegenpart, dem Sonnengott. Dieses göttliche Paar vereint weibliche und männliche Anteile, wodurch ein Zustand des Gleichgewichtes und des Gleichseins erreicht wird. In diesem Moment kann die Welt in ihrer Ganzheit erfahren werden.

Die Göttinnen, die zur Sommersonnenwende geehrt werden, sind immer die großen Muttergöttinnen. Göttinnen, die uns Fülle und Überfluss bringen.